Neues Hafengutachten: Peezer Bach und Oldendorfer Tannen schützen!

Unsere Petition gegen die Zerstörung des Peezer Baches und der Oldendorfer Tannen erhält täglich mehr Unterschriften. Wir wollen aber noch stärker zulegen, denn die Planungen zum Hafenausbau gehen weiter. Inzwischen haben der Planungsverband Region Rostock, Rostock Port, Stadt und Land ein Gutachten zur Erweiterung vorgelegt. Ergebnis: der Hafenausbau sei wichtiger als Naturschutzgebiete, die es so in MV kein zweites Mal gibt. Diese Position darf sich nicht durchsetzen! Das Video zeigt den Mündungsbereich des Peezer Baches am Breitling.


Unsere Petition

gegen die Zerstörung des Peezer Baches und der Oldendorfer Tannen erhält täglich mehr Unterschriften. Wir wollen aber noch stärker zulegen, denn die Planungen zum Hafenausbau gehen weiter. Hier können Sie die Petition unterzeichnen: chng.it/pxwbdCc5P2



Inzwischen haben der Planungsverband Region Rostock, Rostock Port, Stadt und Land ein Gutachten zur Erweiterung vorgelegt. Ergebnis: der Hafenausbau sei wichtiger als Naturschutzgebiete, die es so in MV kein zweites Mal gibt. Diese Position darf sich nicht durchsetzen!

Die detaillierte Antwort auf eine Anfrage unserer Fraktion zum Hafenausbau, inkl. Karten der geplanten Erweiterungsgebiete kann hier nachgelesen werden: https://ksd.rostock.de/bi/vo020?VOLFDNR=1021546.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) setzt sich ebenfalls für den Erhalt der Schutzgebiete ein und hat viele Informationen zum Hafenausbau auf der Website www.zukunftshafen-rostock.de zusammengetragen.

Das neue Gutachten für den Planungsverband, Rostock PORT, Stadt und Land ist hier zu finden: https://rathaus.rostock.de/de/seehafengutachten/325397

Worum geht es genau:

Im Rahmen der geplanten Erweiterung des Rostocker Überseehafens soll es zu einer massiven Zerstörung der Oldendorfer Tannen kommen. Zusätzlich soll der gesamte Mündungsbereich des Peezer Baches mit dem angrenzenden Küstenüberflutungsmoor weggebaggert werden. Das geht aus der Antwort des Hafen- und Seemannsamtes auf eine Anfrage unserer Fraktion hervor. Darin stellt das Amt unter anderem selbst fest: „Die Zerstörung und der vollständige Verlust des Moorbodens mit einhergehenden Folgewirkungen wie C02-Freisetzung stellen eine irreversible erhebliche und nachhaltige Beeinträchtigung und den gravierendsten, nicht kompensierbaren Konflikt zum Schutzgut Boden dar.“

Andrea Krönert, grüne Fraktionsvorsitzende und Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses, warnt vor den Folgen dieser Planungen: „Intakte Moore lagern über Jahrtausende CO2 ein und sind darum für den Klimaschutz immens wichtig. Es kann nicht sein, dass wir alle von Klimaschutz reden und gleichzeitig in Rostock eine Moorfläche mit einer Gesamtgröße von 82 Hektar für den Hafenausbau zerstören wollen. Damit würden bis zu 6.000 Tonnen CO2 pro Jahr und enorme Mengen Lachgas freigesetzt werden, das rund 300-mal klimaschädlicher als Kohlendioxid ist. Für das Ziel einer klimaneutralen Stadt bis 2035 wäre das ein großer Rückschlag.

Die Salzwiesen- und Salzröhrichtbestände sind zudem gesetzlich geschützte Biotope und in dieser Form einmalig für die Küste Mecklenburg-Vorpommerns. Durch den Hafenausbau würden wir den einzigartigen Lebensraum von gefährdeten Tier- und Pflanzenarten zerstören. Die Verwaltung räumt selbst ein, dass eine Kompensierung dieser Zerstörungen kaum möglich ist.

Der Hafen ist ein sehr wichtiger Wirtschaftsstandort für unsere Stadt. Wir sind aber nicht überzeugt davon, dass die vorhandenen Flächen bereits optimal genutzt werden. Ein weiterer Ausbau kann heutzutage nicht mehr auf Kosten wertvoller Naturräume gehen. Wir Grüne fordern daher den Erhalt der Oldendorfer Tannen und des Moores rund um den Peezer Bach.“ Das Video zeigt den Mündungsbereich des Peezer Baches am Breitling.

Video: G. Bley
 

Kategorie

Energie/Umwelt Grün Stadtentwicklung/Bauen

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