Silvester: Strand künftig böllerfrei

Unser Antrag für ein Böllerverbot am Strand sowie für freiwillige Ruhezonen in den Stadtteilen hat eine Mehrheit gefunden. Das war angesichts zahlreicher Änderungsanträge nicht selbstverständlich. Es zeigt aber, dass sich die intensiven Debatten in den Ortsbeiräten und die vielen Hintergrundgespräche ausgezahlt haben.

Silvester 1: Böllerverbot am Strand

Privates Feuerwerk wird an den Rostocker Stränden künftig untersagt. Eine deutliche Mehrheit der Bürgerschaft teilte unsere Auffassung, dass die enormen Mengen an Silvestermüll eine unzumutbare Belastung für das Ökosystem darstellen. Da viele Raketenreste in die Ostsee gespült werden, bevor eine Reinigung möglich ist, war dieses Verbot ein notwendiger Schritt für den Umweltschutz.Das professionelle zentrale Feuerwerk in Warnemünde bleibt davon unberührt. Wir erwarten eine zügige Umsetzung durch die Anpassung der Strandsatzung.

Silvester 2: Freiwillige Ruhezonen in den Stadtteilen

Kontroverser wurde unser Vorschlag diskutiert, in Abstimmung mit den Ortsbeiräten böllerfreie Ruhezonen einzurichten. Häufiger Kritikpunkt war hierbei vor allem die schwere Kontrollierbarkeit. Unsere Fraktionsvorsitzende Anja Eggert betonte in der Debatte jedoch: „Die meisten Menschen akzeptieren Regeln, wenn sie nachvollziehbar sind. Viele Bürger*innen wünschen sich ein Ende des grenzenlosen Ausnahmezustands an Silvester.“

Um auf die anderen Fraktionen zuzugehen, haben wir als GRÜNE.Volt einen Kompromiss vorgeschlagen: Wir beginnen in den Stadtteilen mit den Ruhezonen, in denen die Ortsbeiräte dies ausdrücklich wünschen. Aktuell hat sich bereits die Hälfte der Ortsbeiräte dafür ausgesprochen. Dieser Ansatz überzeugte schließlich auch die Fraktionen der LINKEN und der SPD.

Silvester 3: Ergänzungen und Ausblick

Die Debatte verlief insgesamt sehr konstruktiv. Auch Ergänzungen anderer Fraktionen fanden Zustimmung:

  • Transparenz: Auf Vorschlag der SPD soll besser über bestehende Schutzzonen (z. B. an Kliniken und Heimen) informiert werden, etwa durch eine Online-Karte.
  • Bundesebene: Die Oberbürgermeisterin wurde auf Antrag der CDU beauftragt, sich auf Bundesebene für ein Verbot reiner Knallfeuerwerke einzusetzen.

Gemeinsam mit der Stadtverwaltung werden wir nun das Verfahren zur rechtssicheren Festlegung der Ruhezonen begleiten.