Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.Volt wendet sich klar gegen Bebauungspläne im Landschaftsschutzgebiet Diedrichshäger Land. Ein Antrag des Rostocker Bundes fordert die Aufhebung des derzeitig geltenden Ankauf- und Bebauungsverbots. Aktuell zeichnet sich eine Mehrheit dafür ab, dass die WIRO das Gelände für eine spätere Bebauung erwirbt. Die grüne Fraktion hat Vorschläge eingebracht, wie die Stadt das Schutzgebiet erhalten und damit zugleich Wohnungsbau an anderen Standorten erleichtern kann.
Stephan Porst, Fraktionsmitglied und Mitglied im Ortsbeirat Diedrichshagen/Warnemünde: „Auch wenn die politischen Mehrheiten sich anscheinend gedreht haben: es gab und gibt enormen Widerstand aus der Bevölkerung gegen diese Pläne. Das Schutzgebiet ist ein wertvoller ökologischer Freiraum mit vielen geschützten Arten. Daran hat sich nichts geändert. Eine Bebauung wäre kein Beitrag zur Lösung des Rostocker Wohnungsproblems, sondern würde lediglich Luxuswohnen für Wenige ermöglichen. Durch die Randlage entstünden zusätzlich massive Erschließungskosten für Straßen, Energie- und Wasserversorgung. Das Ganze ist ein Projekt für einige Großverdiener auf Kosten von Natur und Allgemeinheit.
Es gibt aber eine Möglichkeit, wie wir dem Wohnungsbau wirklich helfen könnten. Wir schlagen vor, die fraglichen Flächen im Diedrichshäger Land als ökologische Ausgleichsfläche zu erwerben. Für Baumaßnahmen wie am Groten Pohl muss die Stadt umweltrechtliche Ausgleichsmaßnahmen umsetzen. Dafür gibt es in Rostock kaum noch Flächen. Zuletzt mussten wir deswegen für eine Million Euro Maßnahmen auf Rügen finanzieren. Das ist teuer und aufwendig. Wir könnten künftig das Diedrichshäger Land für solche Ausgleichsmaßnahmen nutzen und das Gebiet ökologisch weiter aufwerten. Damit können wir das Schutzgebiet erhalten und machen zugleich Wohnungsbau an viel geeigneteren Standorten in Rostock einfacher und preiswerter.“
Keine Bebauung des Landschaftsschutzgebiets Diedrichshäger Land