Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.Volt tritt für zusätzliche Maßnahmen gegen herumliegende Zigarettenkippen ein. Ein fraktionsübergreifender Antrag, der am 12. Mai in der Bürgerschaft beraten wird, fordert unter anderem 20 neue Zigarettenkippen-Sammler für die Stadt. Die Fraktionsvorsitzende Dr. Anja Eggert will damit vor allem das Bewusstsein für die Umweltschäden durch Kippen schärfen.
Anja Eggert: „Zigarettenkippen sind in Rostock allgegenwärtig. Es gibt keine öffentliche Grünfläche und kaum einen öffentlichen Platz ohne achtlos weggeworfene Stummel. Das ist nicht nur sehr hässlich, sondern auch wirklich schlecht für die Umwelt. Zigarettenkippen bestehen aus Kunststoff und Mikroplastik. Sie enthalten Nervengifte wie Nikotin, Arsen, Blausäure und Schwermetalle wie Blei oder Kupfer. Die Rückstände belasten Wasser und Böden und schaden Insekten ebenso wie vielen Vögeln. Darum müssen wir in Rostock aktiver gegen diese Verschmutzung vorgehen. Das ist auf Dauer einfach kein Zustand.
Wir setzen dabei vor allem auf mehr Bewusstseinsbildung, denn die geltenden Verbote allein reichen offensichtlich nicht aus. Die sogenannten ‚Warnow-Ascher‘ sind darum nicht einfach nur zusätzliche Mülltonnen, sondern informieren auch über die Umweltschäden durch liegen gelassene Zigarettenkippen. Die Stadt sollte das Ganze außerdem mit einer zusätzlichen Informationskampagne begleiten, denn viele Leute halten Zigarettenfilter fälschlich für harmlosen Papiermüll. Die Idee der Verwaltung, ähnlich wie bei Blitzer-Tagen, an einzelnen Aktionstagen gezielt gegen das Kippen-Wegschnippen einzuschreiten, finden wir ebenfalls gut. Am Ende kommt es aber vor allem auf die Eigenverantwortung an. Es ist nicht zu viel verlangt, zum nächsten Ascheimer zu gehen oder einen kleinen Taschenaschenbecher dabei zu haben.“