GRÜNE.Volt: Mehr Bäume in der Stadt durch neue Abstandsregeln ermöglichen

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.Volt in der Bürgerschaft will für besseren Hitzeschutz und höhere Lebensqualität mehr Baumstandorte in der Stadt ermöglichen. Dafür sollen die in Rostock geltenden Mindestabstände zu unterirdischen Leitungen verringert werden. Andere Städte wie Bremen gestatten dies bereits, wenn geeignete Schutzmaßnahmen erfolgen. Dazu die Fraktionsvorsitzende Prof. Dr. Anja Eggert:

„Wir brauchen mehr Bäume in Rostock. Dafür müssen wir neue Wege gehen, denn es fehlt nicht an Geld für Neupflanzungen, sondern an geeigneten Standorten. An Hitzetagen sind Bäume in der Stadt besonders wichtig. Sie spenden Schatten und können Ihre Umgebung um 5 bis 10 Grad abkühlen. Gerade dicht bebaute Viertel heizen sich im Sommer besonders stark auf. Aber gerade hier dürfen oft keine Bäume gepflanzt werden, weil Mindestabstände von 2,50 Meter zu unterirdischen Leitungen eingehalten werden müssen. Dadurch gehen auch viele bestehende Baumstandorte verloren. Wenn alte Bäume absterben oder aus Sicherheitsgründen gefällt werden müssen, sind Nachpflanzungen am selben Standort oft nicht zulässig. Das ist ein Grund, warum viele Alleen in Rostock immer mehr Lücken haben.

Wir wollen darum erreichen, dass die Stadt gemeinsam mit den Versorgungsunternehmen die aktuellen Regelungen zu den Mindestabständen überarbeitet und geringere Abstände ermöglicht. Inzwischen gibt es neue Erkenntnisse und technische Lösungen, um Leitungen vor Wurzeln zu schützen und trotzdem guten Baumwuchs zu ermöglichen. In vielen Städten sind darum inzwischen Abstände unter 2,50 Meter möglich, teilweise sogar unter einem Meter. Damit könnten auch mehr Ausgleichsmaßnahmen im betroffenen Stadtteil erfolgen. Wenn für private oder öffentliche Baumaßnahmen ein Baum gefällt wird, so müssen dafür mehrere neue Bäume gepflanzt werden. Oft geschieht dies aber in der Rostocker Heide, weil im Stadtteil selbst keine Standorte vorhanden sind. Für den Klimaschutz sind Neupflanzungen im Stadtwald auch gut, für die Lebensqualität der Menschen sind neue Bäume im gleichen Stadtteil aber natürlich viel besser. Deswegen sollten Stadt und die Versorgungsunternehmen flexiblere Lösungen finden.“