Großauftrag für Neptun Smulders als Chance für Rostock: Wohnungsbau und ÖPNV jetzt mitdenken

Nach dem Milliarden-Auftrag für den Bau einer Konverter-Plattform und einer Landstation an Neptun Smulders will die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.Volt in der Bürgerschaft erreichen, dass zügig Wohnraum für die neuen Beschäftigten geschaffen wird.

Dazu der Fraktionsvorsitzende Felix Winter: „Dieser Großauftrag an Neptun Smulders ist ein großer Erfolg. Er ist wichtig für den Wirtschaftsstandort Rostock und für die Energiewende insgesamt, weil diese Umspannwerke für Offshore-Windparks dringend gebraucht werden. Er zeigt auch, welche enormen wirtschaftlichen Effekte für unsere Region mit den Erneuerbaren Energien verbunden sind. Neben EEW und Nordex werden wir nun ein weiteres Großunternehmen im Bereich Windkraft in Rostock haben. Der damalige Wirtschaftsminister Habeck und viele Vertreter anderer Parteien hatten sich intensiv dafür eingesetzt, dass die Bundeswehr für dieses Projekt einen Teil ihrer Fläche am Marinearsenal zur Verfügung stellt. Nun zeigt sich, wie wichtig dieser Einsatz war.

Viele der über 500 zusätzlichen Beschäftigten werden neu nach Rostock kommen. Wenn Neptun Smulders auch den geplanten Auftrag für eine zweite Plattform erhält, werden es noch mehr neue Beschäftigte sein. Wir wollen, dass sie möglichst Wohnungen im Stadtgebiet finden. Angesichts der jetzt schon angespannten Wohnungslage ist daher schnelles Handeln notwendig. Die Stadt, die WIRO, die Genossenschaften und natürlich auch private Akteure müssen jetzt an einem Strang ziehen, um zügig zusätzliche Bauvorhaben abzustimmen. Das ist auch die Bewährungsprobe für den gerade beschlossenen Bau-Turbo. Angesichts der Kürze der Zeit kommen dabei vor allem Flächen in Frage, die bereits erschlossen sind, bei denen Baurecht besteht oder kurzfristig hergestellt werden kann. Nur dann können die Wohnungen in den nächsten zwei Jahren auch wirklich fertig werden. Wir müssen jetzt anfangen, und nicht erst dann, wenn die Beschäftigten alle eingestellt sind und verzweifelt eine Wohnung suchen.

Außerdem wollen wir erreichen, dass Stadt und RSAG schon jetzt eine verbesserte ÖPNV-Anbindung des Standortes planen. Im Überseehafen werden die neuen Bus-Verbindungen sehr gut angenommen. Bei Neptun Smulders sollte Rostock von Anfang an gute ÖPNV-Verbindungen gewährleisten. Nicht zuletzt, damit die Menschen in Groß Klein nicht durch vermeidbaren zusätzlichen Autoverkehr belastet werden.“